Geschichte aus erster Hand: Zeitzeugeninterview zum Leben in der BRD und der DDR
Im Geschichtsunterricht der 10a beschäftigten sich die Schüler:innen intensiv mit dem Leben im geteilten Deutschland zwischen 1961 und 1990. Nachdem bereits die deutsche Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer sowie die unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systeme von BRD und DDR behandelt worden waren, bot sich eine besondere Gelegenheit: Zwei Lehrkräfte unserer Schule, Frau Wrede und Frau Mierau, berichteten als Zeitzeuginnen von ihren eigenen Erfahrungen in Ost- und Westdeutschland. So konnten die Schüler:innen offene Fragen stellen und persönliche Einblicke in eine Zeit erhalten, die für ihre Generation weit entfernt erscheint.
Frau Wrede wurde 1960 in Hagen geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in der Bundesrepublik Deutschland (BRD). Nach ihrer Schulzeit studierte sie in Dortmund, absolvierte ihr Referendariat in Bochum und wurde Lehrkraft an der RSG. Schon früh interessierte sie sich für politische Entwicklungen und engagierte sich bei Demonstrationen sowie politischen Veranstaltungen.
Frau Mierau wurde 1968 in Schwerin in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) geboren. Sie besuchte dort die Schule und erlebte die Besonderheiten des DDR-Alltags unmittelbar. Bereits als Jugendliche wurde sie von der Staatssicherheit (Stasi) überwacht. Nach dem Abitur studierte sie zunächst in Rostock und setzte ihre Ausbildung nach der Wiedervereinigung in Bochum fort.
Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege gibt es auch viele Gemeinsamkeiten: Beide Zeitzeuginnen interessierten sich schon in jungen Jahren für gesellschaftliche und politische Entwicklungen, entschieden sich für den Lehrberuf, studierten in Großstädten des Ruhrgebiets und arbeiten bis heute an der Realschule Grünstraße. Durch ihre persönlichen Erzählungen konnten die Schüler:innen die Unterschiede zwischen dem Leben in der BRD und der DDR besser nachvollziehen und Geschichte aus erster Hand erleben.


