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Dies sind - mit Abstand  - unsere besten fünf Vorleser/-innen

Am Dienstag, dem 17.11.2020 war es wieder soweit: Die RSG suchte die oder den beste/n Vorleser/-in im 6. Jahrgang. Nachdem in allen Klassen schon die jeweils darunter Besten ausgewählt wurden,  traten die KlassensiegerInnen gegeneinander an. In der ersten Runde bewertete die Jury, die aus Frau Silz und den in Klasse 6 unterrichtenden Deutschlehrer/-innen bestand, das Vorlesen des von den Schüler/-innen mitgebrachten Text und in der zweiten Runde mussten sie einen einen ihnen fremden Text vorlesen.

Beides gelang bei Lena aus der 6b am besten, sodass sie sich nun Schulsiegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs an der RSG nennen darf!


Bewegung im Physikraum

Die Schülerinnen und Schüler des MINT-Kurses von Frau Akdeniz haben die Physiksammlung zum Thema Bewegung erkundet.

 

Es spukt im Raum der Klasse 6d

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6d haben im Kunstunterricht Windlichter mit Halloween-Motiven hergestellt.

 

Unterstützung durch digitale Lernplattformen

Die Realschule Grünstraße hat in den letzten Schuljahren gute Erfahrungen mit dem Einsatz der kostenlosen Version der digitalen Lernplattform ANTON gesammelt. Da die Stadt Hattingen uns nun auch die kostenpflichtige Lizenz ANTON-Plus zur Verfügung gestellt hat, können unsere Lehrkräfte den individuellen Lernfortschritt unserer Schüler*innen noch besser verfolgen und die Übungsmaterialien noch gezielter anpassen.

Zur Kommunikation mit den Eltern unserer Schüler*innen nutzen bereits viele Klassenleitungen der Realschule Grünstraße den Schul-Messenger SchoolFox. SchoolFox funktioniert unabhängig vom Betriebssystem auf allen Endgeräten und gewährleistet den Schutz der Privatsphäre und der Datenicherheit. Angesichts der aktuellen Situation weiten wir die Nutzung von SchoolFox auf alle Klassen aus.

Um allen Lehrkräften die Möglichkeit zu geben, mit ihren Schülerinnen und Schülern zu kommunizieren, nutzt die Realschule Grünstraße in Zukunft die digitale Anwendung Teams. Die angelegten Gruppen können eine Chat- und eine Video-Funktion nutzen. Schüler*innen können Aufgaben erhalten und abgeben.

 

Lese-Kicker an der RSG

Im Rahmen der Aktion Lese-Kicker bewerten Schülerinnen und Schüler bundesweit das beste Fußballbuch für Kinder und Jugendliche.

Die Klasse 6b wurde unter vielen Klassen ausgelost und durfte fünf Fußballbücher lesen und bewerten. Zur Jury gehören auch Manuel Neuer und Joachim Król. Wir freuen uns, dass wir an der Realschule Grünstraße - neben vielen anderen Aktionen, die im Laufe des Schuljahres zur Leseförderung unserer Schülerinnen und Schüler stattfinden - die Freude am Lesen haben wecken und ausbauen können.

Die Preisverleihung wird voraussichtlich am 17. Oktober 2020 im LitCam Kulturstadtion auf der Frankfurter Buchmesse stattfinden.

 

Eine großzügige Spende eines ehemaligen Schülers

Kaan Öztürk gehört zum Abschlussjahrgang 2003 und wie viele Ehemalige ist er der Realschule Grünstraße immer noch eng verbunden. Deshalb möchte er alle Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Realschule Grünstraße unterstützen und hat uns 800 Mundschutze zur Verfügung gestellt. Die Mundschutze sind aus Baumwolle, waschbar und in Deutschland hergestellt worden.

Die Schulleitung hat die Mundschutze bei der Übergabe natürlich sofort ausprobiert und ist begeistert von der Qualität und dem Tragekomfort. Als Kaan Öztürk dann seine ehemalige Lehrerin, Frau Nockemann und seinen ehemaligen Lehrer, Herrn Albrecht traf, wurden begeistert Erinnerungen ausgetauscht. Wir bedanken uns ganz herzlich für die großzügige Spende.

 

Unser Maskottchen Carl mit Mund- und Nasenschutz

Das Kunstwerk ist im Schuljahr 2008/2009 im 10. Jahrgang entstanden. Es ist ein Objekt trouvé, also ein Objekt, das aus ehemaligen Gebrauchsgegenständen, in diesem Fall aus einem Kleiderbügel und einem Plastikbecher, hergestellt wurde. Durch die Zusammensetzung der Gegenstände und der Umwickelung mit Wolle ist ein neuer Zusammenhang entstanden. Aktuell trägt Carl natürlich einen Mund- und Nasenschutz.

 

Nanu? Was haben wir denn da im Schrank verschlossen?

Liebe Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, es ist für euch!
Auch in diesem Jahr hat die RSG wieder an der jährlichen Aktion zum "Welttag des Buches" teilgenommen. Der diesjährige Welttag des Buches fand bereits am 23. April 2020 statt. Bis ihr wieder zur Schule kommt und wir euch allen eines dieser Bücher schenken können, bleiben sie - sicher verschlossen - im Schrank.
Ein Tipp für alle, die jetzt schon neuen Lesestoff brauchen: Ab dem 4. Mai 2020 hat die Stadtbibliothek Hattingen wieder geöffnet!
Liebe Grüße von eurem Schülerbücherei-Team :)

Der Inhalt der seltsamen Kisten

Vor mehr als einer Woche entdeckten wir morgens, als wir zur Schule kamen, drei seltsame Kisten. Sie lagen verstreut auf der Wiese vor der Schule. Ohne einen weiteren Hinweis auf den Inhalt oder den Spender, einfach so.

Wir schauten sie uns näher an und konnten immer noch kaum etwas damit anfangen. Sollte vielleicht der Deckel einen Hinweis auf den Inhalt geben? – War das etwa eine Gemüselieferung?!

Wir nahmen die Kisten mit in den Schulgarten und öffneten sie. Enttäuscht sahen wir, dass nur Erde in den Kisten war. Sonst nichts.

Und über der ganzen Planung für den Wiedereinstieg der Zehntklässler haben wir sie dann auch irgendwie vergessen. Tage später – es hatten sich schon alte Laubblätter und neue Blütenblätter auf die Kisten gelegt - sahen wir, dass wohl doch etwas aus der Erde wächst. Wir waren gespannt!

Heute Morgen haben wir gesehen, dass uns jemand unseren Namen – R S G – geschrieben hatte. Es war nicht so leicht zu erkennen, aber trotzdem faszinierend, was sich innerhalb einer guten Woche entwickelt hat. Die Kisten stehen jetzt im leeren Biologieraum und warten darauf, bestimmt und gepflegt zu werden.

Später haben wir auch ein wenig mit Weizensamen experimentiert und versucht, mit Pflanzensamen zu schreiben. Der Erfolg war ganz unterschiedlich:

Auch, wenn es nur eine kleine Aktion war, so war sie doch sehr lehrreich für uns Lehrerinnen und Lehrer:
- Was anfangs manchmal unscheinbar aussieht, entwickelt sich oft zu einem wunderschönen Lebewesen.
- Aus jedem einzelnen Weizensamen kann eine Pflanze wachsen, aber viele Weizensamen können gemeinsam einen Buchstaben bilden. Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelnen! – Vielleicht ist dies das Geheimnis einer Klassengemeinschaft.
- Alles braucht seine Zeit! Wir konnten das Wachstum nicht beschleunigen, denn die Pflanzen brauchten Zeit, sich zu entwickeln. – Wir wünschen uns, dass wir allen Schülerinnen und Schülern auch die Zeit geben, die sie zur Entwicklung brauchen.
- Schönheit vs. Veränderung: Das Ergebnis, die drei Buchstaben R, S und G sind nicht wirklich schön und gut leserlich. Aber darauf kommt es nicht an! Wichtig ist nicht die Schönheit der Schrift, sondern, dass sich etwas entwickelt, dass etwas lebt und wächst.
- Als wir selbst versucht haben, aus Weizensamen einen Buchstaben zu schreiben, haben wir gesehen, dass einige Weizenkörner schnell gekeimt sind, andere langsam und noch andere bisher nicht sichtbar, denn sie hatten erst Wurzeln gebildet. Dabei hatten die Samen diesmal keine Erde, mit der sie bedeckt und abgedunkelt waren. - Jede Schülerin und jeder Schüler lernt unter bestimmten Bedingungen besonders gut. Wir haben verstanden, dass wir gemeinsam mit euch schauen müssen, was die bestmöglichen Lernbedingungen für euch sind.
- Die drei Kisten im Bioraum: Noch sind die Jahrgänge 5 – 9 im Distanzlernen, aber wir haben euch im Blick und wir wünschen euch ganz viel Erfolg beim Lernen und freuen uns, von euch zu hören. Es wäre schön, wenn ihr demnächst auch wieder zur Schule kommen dürft und das Weizengras bestaunen könnt. Wir freuen uns auf euch!
P.S.: Wenn du auch mit Weizen schreiben möchtest, dann nimm dazu am besten Bioweizen. Mehr über Weizenkeimung erfährst du hier:
https://www.weizengras-anbauen.de/das-richtige-saatgut-waehlen/
Wir freuen uns, wenn ihr das Experiment auch durchführt und mit Weizensamen schreibt. Alle eure Fotos schickt bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir veröffentlichen eure Ergebnisse. Viel Erfolg beim Experimentieren!

Welcome back

An der Realschule Grünstraße hat das Team der Lehrkräfte am Donnerstag, dem 23.04.2020 die Schülerinnen und Schüler des
10. Jahrgangs mit einem Plakat im Eingangsbereich begrüßt.

Im Foyer hängen Mutmachsprüche, die Ehemalige geschickt haben.

Jede Klasse wurde auf drei Gruppen und drei Räume aufgeteilt. Jede Gruppe kommt zeitlich versetzt zum Unterricht, so dass der notwendige Abstand eingehalten wird. Die Klassenleitungen haben für jede Schülerin und jeden Schüler zur Begrüßung eine Blume auf den Sitzplatz gestellt.

In den nächsten Tagen wird jede Kleingruppe mit Deutsch-, Mathematik- und Englischunterricht versorgt.

Was die Schülerinnen und Schüler zurzeit bewegt und was sie sich wünschen, haben einige auf Karten geschrieben.

Die Karten wurden aufgehängt, so dass auf dem Schulhof "Wunschbäume" entstanden sind.

 

Farbfluss im Dunkeln

Eine Lichtinstallation am Brunnen in Hattingen-Welper am Donnerstag, den 13.02.2020, ab 18.00 Uhr

Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen verwandelten den Brunnen in Zusammenarbeit mit den Kunstpädagoginnen Frau Dudek und Frau von Scheidt mit gebauten Lampen in einen leuchtenden Farbfluss.

In unterschiedlichen Höhen, gleichmäßig verteilt nahmen sie dem Brunnen, der aus vier horizontalen Flächen gebaut ist, seine Schwere durch die etwa 60 verteilten bunten Lichtpunkte.

Das besonders stark farbig wirkende Licht wurde erreicht durch speziell verwendete Materalien. Aquatinfarben auf Effektpapier und farbiges Transparentpapier aufgeleimt auf Lampenfolien. Wetterfest montiert mit Bucheinbandfolie, beschwert mit Kieselsteinen und beleuchtet mit LED Lichtern. Jede Leuchte ist, da das Zufallsprinzip als Gestaltungsmittel eingesetzt wurde, ein Unikat. Die Leuchten haben einen Durchmesser von 11 - 15 cm und sind 22 - 30 cm hoch.

 

Das Projekt wurde in nur vier Wochen erarbeitet und es nahmen ca. 50 Schülerinnen und Schüler daran teil aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Das Projekt lief sozusagen als Begleitthema mit. Wer beispielsweise mit seiner Kunstarbeit fertig war, konnte daran arbeiten oder es wurden als Übergangsarbeit Teilschritte mit einer gesamten Klasse erarbeitet, wie das Aufleimen von Transparentpapier.

Die ganze Aktion wurde finanziell unterstützt durch die Mittelvergabe zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements in den Stadtteilen und fand in Zusammenarbeit mit dem Stadtumbaubüro statt, das die Kosten für Flyer und Plakate übernahm.

Die Lichtinstallation hatte neben dem künstlerisch geprägten Aspekt auch den Sinn, dass unterschiedliche Menschen zusammenkommen sollten und der Treffpunkt als solches durch die Lichtinstallation an Aufenthaltsqualität gewann.

Tatsächlich waren an dem Abend ca. 30 - 40 Personen anwesend, die es genossen die schönen Leuchten zu betrachten und auch über den Brunnen diskutierten. Trotz des schlechten Wetters hat es zum Zeitpunkt der Aktion nicht geregnet. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass es bleibende Kunst im öffentlichen Raum gibt, aber auch temporäre Kunst seinen Wert hat und als Erfahrung in Erinnerung bleibt.

Gabriele von Scheidt

 

Der Technik-Kurs TC1 besuchte die NATO-Air-Base in Geilenkirchen

Am 23.01.2020 machte sich der Technik-Kurs TC1 von Herrn Vogel in Begleitung von Herrn Außendorf, dem Vorsitzenden des Fördervereins, auf den Weg zur NATO-Air-Base in Geilenkirchen. Dieser Ausflug wurde durch die Vermittlung von Herrn Außendorf ermöglicht. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt traf die Gruppe am Haupttor der Kaserne ein. Dort wurde sie von einem Bus der Bundeswehr abgeholt und in das Besucherzentrum gefahren. Im Besucherzentrum gab es heiße Getränke und eine ca. einstündige Präsentation über den Flugzeugtyp E3-A (Flugzeuge mit riesigem Radar).

Danach ging es mit dem Bus auf das Rollfeld und zu den Hangars, um die Flugzeuge aus nächster Nähe zu sehen. Außerdem wurde die einmalige Chance genutzt, den Tower zu besichtigen.

 

Der Tag wurde mit einem leckeren Essen in der Kantine beendet und gegen 14.30 Uhr ging es wieder zurück zur Schulen. Der einzigartige Ausflug wird allen noch lange in Erinnerung bleiben.

 

KönigsKinder der Realschule Grünstraße in St. Georg

KönigsKinder, ein Projekt der Waldkircher Orgelstiftung in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Orgelbaumeister möchte mit jungen Leuten das faszinierende Instrument Orgel wiederentdecken. Orgelbau und Orgelmusik sind Teil unseres Kulturerbes der Unesco. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Grünstraße erforschen im Musikunterricht angeleitet durch ihre Musiklehrerin Frau Lingemann viele Facetten rund um das Thema Orgel, Aufbau und Funktion, Tonerzeugung, verwendete Materialien, Geschichte, Orgelkomponisten, Verwandte der Orgel usw. Darüber hinaus besichtigen die Schülerinnen und Schüler die heimische Orgel in der Kirche St. Georg unter der Anleitung der Kantorin Frau Witte und dem Pfarrer der Gemeinde Dr. Polenske. Neben der Orgelempore und dem einladenden Kirchenraum gibt es eine Kalkantenstube, die eine kleine Ausstellung zur Funktion der Orgel beherbergt und tiefere Einblicke in die Mechanik gewährt.

 
Selbstverständlich dürfen auch ein paar Melodien aus Schülerhand erklingen und das Spiel mit den Füßen auf dem Pedal geprobt werden.Dieses Projekt mündet in ein Orgelkonzert, das am Mittwoch dem 19. Februar 2020 um 10 Uhr in der Kirche St, Georg stattfinden wird. Die Organistin Sylke Lüpkes, Musiklehrerin Elke Lingemann, Percussionist Benedikt Weiß und die Kantorin Maria Christina Witte bringen den Schülerinnen und Schülern die Orgel und weitere Instrumente zu Gehör. Durch das Programm führen einige Teilnehmer des Projektes. Weiterhin werden Ausstellungsstücke und Videos aus der Projektarbeit präsentiert.
Angehörige, Freunde und Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Orgel in St. Georg, erbaut von Christian Roetzel, wird im Verlauf des Schülerprojektes der Realschule Grünstraße in Form eines Orgelportraits in den Verbund "Deutsche Orgelstraße" aufgenommen.

 

Vorlesewettbewerb und Vorlesetag an der RSG 2019

Auch in diesem Jahr nahm die RSG am bundesweiten Vorlesetag und Vorlesewettbewerb teil.

Am 19.11. traten die Klassensieger der Klassen 6 in der Aula gegeneinander an, um den Schulsieger für den diesjährigen Vorlesewettbewerb zu ermitteln. Die Klassensieger mussten dazu eine vorbereitete Buchvorstellung präsentieren und außerdem aus einem ihnen unbekannten Buch vorlesen.

Bester Leser ist Matteo aus der 6b. Den zweiten Platz belegte Jennifer aus der 6d. Der dritte Platz ging an Abdulkadir aus der 6a und der vierte Platz an Carmine aus der 6c. Im Publikum saßen die Mitschülerinnen und Mitschüler aus den sechsten Klassen.

Ebenfalls geehrt wurden 4 Schüler der 9c, Niclas, Wencke, Alicia und Nicole. Sie gehören zum Team der Schülerbücherei der RSG und haben am 15.11. anlässlich des Vorlesetages in den Klassen 5 vorgelesen. Die Vier stehen zusammen mit Frau Suralski dienstags in der 2. großen Pause und donnerstags von 12.50 bis 13.05 Uhr in der Schülerbücherei zur Verfügung, wenn jemand ein Buch ausleihen und zurückgeben will.

 

Realschule Grünstraße zeigt Haltung

Am 9. November 2019 startete in Hattingen erneut eine Stolperstein-Putz-Aktion, um an die Opfer des Holocausts zu gedenken. Der Religionskurs von Frau Feldhoff-Künstler recherchierte über diesen Teil der Geschichte Hattingens und einige Schülerinnen und Schüler nahmen stellvertretend an dem Rundgang teil.

Die Stolpersteinputzaktion wurde gemeinschaftlich von Akteurinnen und Akteuren des Aktionsbündnisses Buntes Hattingen gegen rechts, Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Waldstraße und der Realschule Grünstraße, Demokratie leben und dem Stadtarchivar Thomas Weiß angeregt. Ca. 70 Personen nahmen teil, um zu gedenken und Haltung zu zeigen.

Kranzniederlegung auf dem Synagogenplatz

 

Fahrrad AG der RSG in Berlin

Wir, das sind Davide, Kornel, Afnan, Ahmad und Cristina von der Fahrrad AG, sind Anfang Oktober bei der Deutschen Schulmeisterschaft Mountainbike in Berlin gestartet. Begleitet wurden wir durch unseren Trainer von unserem Kooperationsverein RSC Ruhr-Süd Witten und durch Frau Eyerund, die alle sicherlich noch sehr gut kennen und die ja auch die Fahrrad AG vor ca. 2 Jahren aus der Taufe gehoben hatte. Und wir können bereits an dieser Stelle sagen, dass diese Unternehmung sehr viel Spaß gemacht hat

Der Wettkampf war zwar super hart und hat uns viel abverlangt, obwohl wir den Sommer über viel trainiert haben. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung, bei so einem starken Rennen vor der historischen Kulisse des alten Flughafen Tempelhof mitgefahren zu sein.

Dann haben wir uns natürlich auch noch die Hauptstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten angeschaut. Einer der Höhepunkte dabei war die Besichtigung des Reichstagsgebäudes, wo der Deutsche Bundestag sitzt, das uns von Hermann Haack, der 20 Jahre selbst Abgeordneter im Bundestag war, ausführlich gezeigt wurde.

Aber der Reihe nach. Im Juni hatten wir uns überraschenderweise in Herten bei den NRW-Schulmeisterschaften Mountainbike für die Endrunde im Oktober in Berlin qualifiziert und uns natürlich riesig gefreut.

Und deswegen haben wir, wie Ihr bestimmt auch schon gesehen habt, richtig viel trainiert. Es haben sich auch viele großzügige Sponsoren (wie die Sparkasse Hattingen, der Kreissportbund Ennepe-Ruhr, der Bezirk Westfalen-Mitte und die Stadtwerke Hattingen), aber auch sehr nette und engagierte Leute aus dem Verein RSC Ruhr-Süd Witten gefunden, sodass wir uns neue Fahrräder anschaffen und auch die Reise fest planen konnten. Als wir dann endlich am Montag, den ersten Oktober, nach der Schule mit dem Bus des Kreissportbundes losfahren konnten, waren wir alle sehr gespannt, was uns das Rennen und die Hauptstadt bringen würde. Der Renntag begann leider mit Regen, aber das Wetter wurde besser und die Sonne kam heraus. Vor dem Rennen am Nachmittag über 9 Runden auf einem knüppelharten Kurs musste vormittags ein schwieriger Technik-Parcours über vom Regen noch glitschige Holzhindernisse von jedem Starter und jeder Starterin absolviert werden.

Es waren viele sehr starke Teams mit erfahrenen Fahrern aus ganz Deutschland dabei, die oftmals schon Lizenzrennen gefahren sind und sogar Kaderfahrer, v.a. aus Bayern, traten an. Und so war uns von vornherein schon ganz klar, dass wir als Newcomer nicht auf den vorderen Plätzen landen konnten. Eine Deutsche Meisterschaft ist eben eine Deutsche Meisterschaft, und hier fahren eben nur die wirklich Besten mit. Sogar die super-starken NRW-Meister aus Oer-Erkenschwick, die im Juni in Herten bei der NRW-Meisterschaft alle anderen Teams in Grund und Boden gefahren haben, sind hier in Berlin „nur“ Fünfter geworden. Da wir erst seit April intensiver trainieren, konnten wir aber mit dem elften Platz und einer insgesamt recht passablen Vorstellung, wie alle Experten meinten, sehr zufrieden sein. - Wir haben uns allerdings fest vorgenommen, dass wir im nächsten Jahr dann doch noch ein bisschen mehr erreichen wollen. ;):)

Wir suchen aber noch dringend weitere Mitfahrer! Wer uns bei unserem Vorhaben unterstützen und mitfahren will oder einfach nur Lust am Fahrradfahren hat, ist jederzeit herzlich bei uns willkommen! Die Trainingszeiten haben wir im Schaukasten vor der Hausmeisterloge in der Schule ausgehängt.

Diese Deutsche Schulmeisterschaft, bei der sogar die Nationalhymne bei der Siegerehrung abgespielt wurde, war schon eine tolle Erfahrung für uns alle, aber die nächsten Tage, in denen wir uns dann Berlin angeschaut haben, waren ebenfalls unvergessliche Erlebnisse für uns. Wir haben in einem Hostel in Friedrichshain übernachtet, von wo aus wir auch ganz toll mit den Fahrrädern die Stadt erkunden konnten.

Und so haben wir uns den Alexanderplatz und die Museumsinsel und vor allem auch das Brandenburger Tor gemeinsam erradelt. Und da gerade mit dem Tag der Deutschen Einheit ein Feiertag war, haben wir abends dann auch noch mal richtig Party gefeiert, da es hier in Berlin ein öffentliches Fest vor der Siegessäule mit vielen Bühnen und toller Musik gab.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts, am Freitag, den 4. Oktober, sind wir schließlich sogar in den Bundestag gekommen und haben dort all die Flure, Zimmer und auch den Plenarsaal aus der Nähe gesehen, die man sonst immer nur aus dem Fernseher kennt.

Und natürlich war auch die begehbare Glaskuppel des Reichstagsgebäudes ein tolles Erlebnis. Von dort man einen tollen Rundblick auf Berlin, aber auch hinab auf die Sitzreihen und Pulte der Abgeordneten.

Als wir schließlich am Samstag wieder nach Hause fuhren, waren wir nach den vielen und zum Teil auch überwältigenden Eindrücken ziemlich kaputt – aber auch super glücklich, dass wir diese tolle Fahrt gemacht haben. Für uns steht auf alle Fälle jetzt schon fest, dass wir auch im nächsten Jahr wieder bei den Schulmeisterschaften mitfahren wollen. Der Samstag, der 06.06.2020, ist auf alle Fälle schon fest für die NRW-Meisterschaft, wieder ganz in der Nähe in Herten geblockt. Und dafür fangen wir jetzt natürlich schon wieder an zu trainieren!

Schaut einfach mal vorbei. Ihr braucht nur ein funktionierendes Fahrrad und einen Helm. Und am besten auch eine Trinkflasche. :) Im Winter treffen wir uns meist samstags um 9:30 Uhr auf dem Schulhof. Wir sagen an dieser Stelle auf alle Fälle an alle, die uns bei dieser Fahrt und den vielen Vorbereitungen unterstützt haben: ganz ganz herzlichen Dank! >3

 
 
Modelle im naturwissenschaftlichen Unterricht
 
Schülerinnen und Schüler der Realschule Grünstraße haben im naturwissenschaftlichen Unterricht bei Frau Akdeniz Modelle zu verschiedenen Unterrichtsthemen angefertigt.
 
Im Biologieunterricht der Klasse 6c entstanden Modelle zum Skelett des Menschen im Rahmen des Themas "Gesundheitsbewusstes Leben".

 
 
 
 
Im Physikunterricht der Klasse 6b wurden Modelle zum Thema "Der Traum vom Fliegen" erstellt.
 
 
 
 
Die Klasse 8a hat im Physikunterricht Modelle unseres Sonnensystems gebaut.
 
 
 
 
Ralf Kapschack zu Besuch an der RSG
 
Am Mittwoch, den 09.10.2019, war der Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack zu Besuch in der Klasse 10d der Realschule Grünstraße. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten während ihrer Klassenfahrt zur Gedenkstätte Ravensbrück im September diesen Jahres auch den Bundestag in Berlin und erhielten bereits vor Ort die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Herrn Phillip Jung, einem Mitarbeiter von Herrn MdB Kapschack. Da Herr Kapschack zu diesem Zeitpunkt nicht an dem Gespräch teilnehmen konnte, besuchte er uns in der Realschule Grünstraße, um selbst mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen und sich ihren Fragen zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Gelegenheit, um Herrn Kapschack sehr vielfältig zu seinem Werdegang, seinen politischen Zielen, dem Politikerleben in Berlin sowie den Regelungen und Vorgehensweisen im Bundestag zu befragen. Wir danken Herrn Kapschack für dieses informative und gelungene Gespräch und freuen uns, dass er jungen Menschen die Möglichkeit geboten hat, hinter die Kulissen eines Politikerlebens gucken zu dürfen.

 

Crashkurs an der RSG

Am 08.10.2019 fand in der Aula der Realschule Grünstraße der „Crashkurs NRW“ statt, an dem die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Realschule teilnahmen. Die Veranstaltung wird von der Polizei NRW durchgeführt, um die Jugendlichen und baldigen Autofahrer für ein verantwortungsvolles Miteinander im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch die Erlebnisberichte der Ersthelfer, wie diese reale Unfallsituationen, die Versorgung und Betreuung von Unfallopfern erlebt haben. Die Schilderungen der Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und des Notarztes verdeutlichten sehr eindrücklich, welche Folgen ein kurzer Blick auf das Handy, zu hohe Geschwindigkeit, ein achtloser Umgang mit Alkohol oder das Nichtanlegen eines Sicherheitsgurtes haben können.
 

Neike, Klasse 10d:
"Ich fand den Crashkurs sehr informativ und bewegend. Es wurden mehrere Autounfälle mit verschiedenen Ursachen dargestellt. Außerdem wurden Bilder vom Unfallort gezeigt. Die Polizisten und Rettungskräfte, die damals an dem Fall gearbeitet haben und an der Unfallstelle waren, haben uns ihre Eindrücke und ihre Sicht erzählt. Ich finde es total wichtig, uns als zukünftige Autofahrer aufzuklären, was Alkohol, Drogen und Handynutzung am Steuer auslösen können. Man gefährdet nicht nur sein eigenes Leben.“

Wir danken den ReferentInnen und Mitarbeitern des Crashkursteams und unserer Technik AG für eine gelungene und intensive Veranstaltung.

 

Feierstunde, Schulfest und Ehemaligentreffen

Unter dem Motto "Come together, have fun - 60 Jahre Realschule Grünstraße" wurde am Samstag, dem 27.09.2019 gefeiert. Im Anschluss an eine Feierstunde mit Vertretern des Schulträgers, der Schulpflegschaft, der SV, ehemaligen Schülerinnen und Schülern, aktuellen und ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern traf sich die Schulgemeinde mit der Nachbarschaft anlässlich des 60jährigen Bestehens zu einem Schulfest.
 
 
Ab ca. 19.00 Uhr kamen weit über fünfhundert Ehemalige, teilweise von weit her angereist, um Erinnerungen an Ihre Schulzeit, Klassenfahrten und Abschlussfeiern auszutauschen. Alle Altersgruppen waren vertreten. Wie eng verbunden sich viele Ehemalige mit der Realschule Grünstraße fühlen, zeigt das folgende Lied:
 
 
 
Einschulungsfeier
 
Mit einem bunten Rahmenprogramm wurden 118 Fünftklässler mit ihren Eltern am Mittwoch, dem 28.08.2019 um 11.00 Uhr in der Aula der Realschule Grünstraße begrüßt. Die Band-AG sorgte für die musikalische Unterhaltung und bevor die neuen Schülerinnen und Schüler von ihren neuen Klassenlehrerinnen in ihre neuen Klassenräume geführt wurden, erhielten alle eine Schültüte mit nützlichen Tipps, die die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs gebastelt haben.
 
 

Kennenlernnachmittag

Am 25.06.2019 fand an der Realschule Grünstraße der Kennenlernnachmittag der neuen 5. Klassen statt. Im Eingangsbereich der RSG fanden sich ca. 160 Eltern und Schüler ein. Da am 17.06.2019 auf dem Auladach ein Feuer ausgebrochen war, wurde die Feier in den Eingangsbereich verlegt.

Um 15.00 Uhr sang der Schulchor unter Leitung von Frau Lingemann das Lied "Ein Traum wird war" aus dem Film Aladdin. Zusammen mit den neuen Fünftklässlern tanzte der Chor einen Line Dance. Die Erprobungsstufenleitung Frau Stecken stellte sich vor und las die Namen der verschiedenen Schüler für jede Klasse vor. Die Schülerinnen und Schüler gingen mit ihren Klassenleitungen  und Co-Klassenleitungen in ihre zukünftigen Klassenräume. Außerdem stellten sich die Paten den jeweiligen Klassen vor. Die Schülerinnen und Schüler machten sich  Namensschilder und bekamen alle einen Luftballon. Für den Start an der Realschule Grünstraße nach den Sommerferien gab es einen Elternbrief mit Informationen. Die Eltern wurden vom Förderverein mit Kaffee und Kuchen versorgt.

Frau Scholten informierte die Eltern der Schülerinnen und Schüler der iPad-Klassen. Am ersten Elternabend am 09.09.2019 findet eine weitere Beratung statt. Noch offene Fragen zur Anschaffung der schülereigenen Geräte können dann geklärt werden.

Nach dem Kennenlernnachmittag sahen sich die neuen Fünftklässler mit ihren Eltern die Schule an. Wir interviewten ein paar Schüler und fragten, wie sie die Schule und den Kennenlernnachmittag fanden.
"Die Schule ist ziemlich groß und hat viele coole Räume."
"Ich fand den Kennenlernnachmittag gut. Es war ziemlich aufregend."

Wir freuen uns schon auf die neuen Schülerinnen und Schüler der Realschule Grünstraße.

 

Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 10 in die Gedenkstätte Ravensbrück - Über die Be­deutung der unmittelbaren Begegnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit

Ein Blick in den Lehrplan von Herrn Heilinger

Shoah und Wertevermittlung zusammen denken

Avraham Rocheli aus Israel, einer der Leiter des Deutsch-Israelischen Gewerkschaftsseminars im Jahre 2016, betont: "Der Klassenraum ist der Raum, um gegen Rassismus und für Demokratie anhand von Dilemmatasituationen zu unterrichten. Lehrer/innen tragen dazu bei, dass ihre Schüler/innen zu Bürger/innen erzogen werden." Demnach ist es von herausragender Bedeutung, dass Schüler/innen im schulischen Kontext eine Wertever­mittlung erfahren, die es ihnen ermöglicht, an politischen Prozessen zu partizipieren und für eine offene, freie und tolerante Gesellschaft einzustehen. Diese Werte können aber keine beliebigen Werte sein, zwischen denen man wählen kann (z.B.: ich bin für oder ge­gen Antisemitismus/Rassismus/Intoleranz…), und sie müssen sich im schulischen Mitein­ander wiederfinden lassen.

Die Auseinandersetzung mit der Shoah kann hierbei helfen, denn sie zeigt auf, was pas­sieren kann, wenn die eigenen Werte zu Hüllen ihrer selbst verkommen. Es empfiehlt sich, sich nicht nur das Ergebnis der Shoah vor Augen zu halten (6 Millionen ermordete Jüdin­nen und Juden), sondern auch den gesellschaftspolitischen Kontext jener Zeit, der erst zu dieser größten menschlichen Katastrophe führen konnte. Denn die Shoa stand nicht am Beginn der Verfolgung, sondern an ihrem Ende.

Welche Lehren können wir ziehen?

Die Losung, "dass Auschwitz nie wieder sei", lässt sich nur umsetzen, wenn uns bewusst ist, dass u.a. eine politische Kultur des Mitläufer/innentums eine solche Katastrophe erst möglich gemacht hat. Eine solche Kultur ist auch heute wieder spürbar. Dies fällt insbesondere auf, wenn man sich die aktuelle, zum Teil fremdenfeindliche Berichterstat­tung in den Medien, die Forderung der Politiker/innen nach Einschränkung bis Abschaf­fung des Asylrechts und die immer umfangreichere Ausmaße annehmende Artikulation von grotesken Forderungen („erneute Eröffnung von Konzentrationslagern“), die fälschli­cherweise von vielen als freie Meinungsäußerung verstanden wird, im Internet betrachtet. Wer die Lehren aus dem Holocaust verstanden hat, kann solchen Forderungen nicht zu­stimmen und nur seine Stimme lautstark dagegen erheben.

Welche Handlungen lassen sich ableiten?

Pädagogen/innen sind mit dafür verantwort­lich, dass Schüler/innen aus der Vergangen­heit den Schluss ableiten, dass es sich tagtäg­lich lohnt, für eine offene und tolerante Gesell­schaft zu kämpfen. Die Besichtigung von Konzentrationslagern oder gar Gespräche mit Zeitzeug/innen oder deren Verwandten sind hierbei hilfreich. Eine intensive Vorbereitung ist dabei unerlässlich. Sie verschafft allen Teilnehmenden Sicherheit und hilft dabei, das Gesehene und Gehörte besser zu verarbeiten und einzuordnen. Gleiches gilt für die Nachbereitung – die gesammelten Eindrücke müssen hinreichend verarbeitet werden.

Gerade in diesen so schwierigen politischen Zeiten sollten wir Pädagog/innen uns dieses Themas vermehrt wieder annehmen. Die Shoah kann nicht nur im Geschichts- und Politik- bzw. Sozialwissenschaftsunterricht, sondern auch im Kunst-, Sprach-, Religions-, Philoso­phie- und Musikunterricht vermittelt werden. Hierfür existieren genug didaktisch gut aufbe­reitete Materialien. Auch Marlis Tepe, Vorsitzende der GEW und mehrmalige Leiterin von GEW-Delegationen beim gemeinsamen Holocaust-Gedenken internationaler Bildungsge­werkschaften in Krakau und Auschwitz, plädiert für einen verstärkten Einsatz der Lehrkräf­te auf diesem Gebiet: "Insbesondere unsere Geschichte verpflichtet uns zur Humanität. Wir stellen uns der Aufgabe, jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intole­ranz zu ächten und zu bekämpfen."

Gedenkstätten als Orte des Lernens und Begreifens

Gedenkstätten sind immer auch Orte des Lernens und Begreifens. An den Orten der Ver­brechen stellt sich die Frage "Wie konnte es dazu kommen?" besonders eindringlich. Die Bereiche Gedenken - Mahnen - Forschen und Lernen sollen die Fahrt dabei inhaltlich tra­gen. Das Nie-Wieder setzt zum einen das Nie-Vergessen voraus, muss aber auch insofern in unsere Gegenwart hineinreichen, dass wir bereit sein müssen, jede Entwicklung, die eine Ausgrenzung beinhaltet, zu bekämpfen. Die Schüler in diesem Sinne zu sensibilisie­ren und stark zu machen, ist eines der Kernziele der Klassenfahrt und ist somit ein we­sentlicher Aspekt unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit. Bedingt durch den mit der zeitli­chen Entfernung immer geringer werdenden persönlichen Bezug der Schüler zur NS-Zeit, halten wir es für sinnvoll, neben der kognitiven Annäherung an die Zeit auch das Einfühlen in Einzelschicksale zu ermöglichen, um durch diese Form der Empathie das Verständnis der Schüler für die historischen Entwicklungen zu fördern und so auch bis in die Gegen­wart zu wirken. Daher ist es wichtig, zu erkennen, dass Mitgefühl für die Opfer des Holo­caust nicht verordnet werden kann, sondern dass Gedenken eine Form von Offenheit und Empathie braucht und dass die reale Begegnung mit dem Ort somit die Voraussetzung ist, um den Erkenntnisprozess in Gang zu bringen.

Gesprächsrunden der Schülerinnen und Schüler mit Überlebenden vor Ort sind Highlights im Erleben von Geschichte. Es gilt, dieses Privileg zu nutzen, so lange dies noch möglich ist. Eine Klassenfahrt an diesen Ort soll Jugendliche für den Gedanken sensibilisieren, dass Erinnerungsarbeit zukunftsorientiert geleistet werden kann und muss. Das Sammeln von authentischen Erfahrungen "vor Ort" ist in zweierlei Hinsicht nachhaltig: Die Begegnung in einer Gedenkstätte bietet einen authentischen Raum für die ganz konkrete Auseinander­setzung mit Fragen einer gesellschaftlichen, "deutschen" Schuld und der persönlichen Verantwortung. Zum anderen lernen sich die Jugendlichen in Alltagskontexten kennen. Diese Form der Begegnung, gleichsam frei von historischen Emotionen, ermöglicht eine andere Art der Realisierung der politischen Mitverantwortung. Zudem eröffnet sich gerade für die "Nach-Wende-Kinder" eine besondere Chance des Zusammenwachsens innerhalb Europas. Die Jugendlichen machen persönliche Erfahrungen im respektvollen Umgang mit anderen Kulturen. Die Klassenfahrt an einen solchen Ort bietet vielschichtige und vielseiti­ge Kommunikationsmöglichkeiten und persönliche Begegnungen, die den Abbau von Vor­urteilen und Ausgrenzungen aller Art zum Ziel haben. Auch aus theologischer Sichtweise bietet sich die Möglichkeit, den Ort vor dem Hintergrund der Theodizee-Frage zu sehen. Schüler stellen immer wieder die Frage "Wo war Gott im Nationalsozialismus?" Von der Beantwortung dieser Frage, gerade auch heute, hängt damit auch unsere Möglichkeit ab, Schülern Perspektiven aufzuzeigen, die ihr weiteres Handeln beeinflussen.

Die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück – ein Ort des Lebens und Lernens

Seit 2002 ist die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück ein lebendiger Teil der pädagogischen Praxis im Rahmen der Gedenkstätte geworden. Das Team der Päd­agogischen Dienste hat Angebote entwickelt, die über den herkömmlichen Tages- bzw. Halbtagesbesuch einer Gedenkstätte mit Führung und Projektarbeit weit hinausgehen. Jugendherberge und Gedenkstätte bilden somit eine Einheit, die der pädagogischen Arbeit entgegenkommt.

Auf dem Weg der Realisierung gab es durchaus kritische Fragen, ob denn ausgerechnet die ehemaligen Aufseherinnen-Häuser, dann der Offiziere der sowjetischen Armee und de­ren Familien, der geeignete Ort für eine Jugendherberge und Internationale Jugendbegeg­nungsstätte seien. Doch die Praxis der vergangenen Jahre hat die meisten Skeptiker und Zweifler überzeugt. Trotzdem – so lehrt jeder Besuch mit anderen Schülerinnen und Schülern aufs Neue – wird diese Frage immer wieder diskutiert. Dabei ist der Gedanke, die Häuser mit Inhalten und Atmosphäre zu füllen, die sich markant von dem Ungeist des Nationalsozialismus unterscheiden, deutlich zu erkennen.

Beeindruckend ist die wachsende Zahl der wiederkehrenden Gruppen. Lehrerinnen und Lehrer, die mit dem Angebot der Jugendherberge und der Pädagogischen Dienste zufrie­den sind, kommen immer wieder gerne mit neuen Gruppen. Hier ist es für beide –Jugend­herberge und Pädagogische Dienste der Gedenkstätte – Bestätigung und Ansporn, die er­reichte Betreuungsqualität zuhalten und, wo möglich, noch zu steigern.

Seit der Eröffnung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück hat sich das pädagogische Profil der Gedenkstätte stetig weiter entwickelt. Zu verschiedenen Formaten der Gedenkstättenführungen für den Tagesbesuch sind unterschiedliche Mehrtages-Ange­bote hinzugekommen, die von vielen Schulen – insbesondere natürlich aus den angren­zenden Bundesländern – genutzt werden. Dabei hat sich der Radius im Laufe der Jahre deutlich erweitert. Ein mehrtägiger Aufenthalt ‚lohnt sich’ nun auch für Besucher und Besu­cherinnen aus weiter entfernten Bundesländern. Der weite Weg wird aufgewogen durch die Möglichkeit zur intensiveren Arbeit. Für ‚Fernreisende’ besticht die relative Nähe zu Berlin.

2007 konnte ich im Rahmen einer Klassenfahrt mit einer 10. Klasse die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück besuchen. Dass sich für uns vor Ort die Möglichkeit ergab, mit einer Überlebenden ins Gespräch zu kommen, war für uns Lehrende, aber vor allem für die Schülerinnen und Schüler ein ganz besonderes „Erlebnis“, erfuhren wir doch aus erster Hand, aus unmittelbarer Erfahrung heraus erzählt, von den unvorstellbaren Schrecken und Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes.

Ich freue mich, dass ich im kommenden Schuljahr 2019/2020 bereits zum sechsten Mal die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück im Rahmen einer 10er-Klassenfahrt besuchen werde.

Es sei an dieser Stelle noch einmal betont, dass gerade für Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen, für die sich bis Ende der 1990er Jahre mit der Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn die Möglich­keit eines Tagesausflugs in das politische Zentrum des Landes bot, hier außerdem die Chan­ce besteht, innerhalb einer Klassenfahrtswoche den Deutschen Bundestag – möglichst auf Einla­dung des Hattinger Wahlkreisabgeordneten - zu besuchen. Sicherlich - ein unbedingtes „Muss“ im Rahmen einer politisch-emanzipatorischen Erziehung.

Literatur:
- Meier, Melanie: Über die Aktualität von Gedenkstättenfahrten – Lehren über den Holocaust. In : nds, 01/2016, S. 31, Düsseldorf 2016.
- Wefing, Heinrich: 70 Jahre nach Auschwitz – Neues Erinnern. In: DIE ZEIT 05/2015, S. 57, Hamburg 2015.
- Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten (Hrsg.): 10 Jahre Jugendherberge Ravensbrück – Internationale Jugendbegegnungsstätte. S. 18 – 20. Oranienburg 2012.
- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Kernlehrplan für die Realschule in Nordrhein-Westfalen – POLITIK. Düsseldorf 2011.
- https://www.gymnasium-neuruppin.de